Planen Sie Ihren Erfolg in Social Media: Unser Expertengespräch

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Jede Marke möchte eine starke Fangemeinde in den sozialen Medien aufbauen. Das ist nachvollziehbar, weil in unserer heutigen Welt mehr Follower für mehr Reichweite stehen, was wiederum mehr potenzielle Kunden bedeutet. Es kann aber auch schwer sein, herauszufinden, wie Sie Ihre Profile nennenswert ausbauen können, dabei gleichzeitig die Stimme Ihrer Marke und die bereits gewonnenen Follower nicht zu verlieren. Deshalb haben wir uns mit R.J. Talyor in Verbindung gesetzt, dem Gründer von Pattern89, einer KI-zentrierten Softwareplattform, die für Marken quantifiziert, was in ihren Social Ads und Posts funktioniert (und was nicht). Hier einige seiner wertvollsten Tipps, die Ihnen zu mehr Erfolg in Social Media verhelfen.8-Ways-To-Build-Social-Media-Success2.jpg

Seien Sie ehrlich, seien Sie authentisch

Wenn es nur einen einzigen Ratschlag für mehr Zugkraft und Erfolg in den sozialen Medien gäbe, so ist es laut Talyor von zentraler Bedeutung, man selbst zu sein. „Menschen sehen die ganze Zeit Inhalte, die sich poliert und gezwungen anfühlen“, sagt er. „Aber wenn eine Marke etwas postet, das sich authentisch anfühlt, springen Follower auf den Zug auf. Menschen möchten Ihre persönlichen Posts unterstützen.“ Ihre Businessziele müssen für sich selbst sprechen, überholen Sie deswegen nicht Ihre gesamte Social-Media-Strategie. Wenn Sie der Meinung sind, Ihr Publikum verliert das Interesse an Ihren Posts/Ads, versuchen Sie es mit etwas, das ein wenig den Vorhang lüftet – teilen Sie eine persönliche Story über Ihre Kindheit oder erzählen Sie Ihrem Publikum etwas über einen beruflichen Fehlschlag aus dem Sie gelernt haben.8-Ways-To-Build-Social-Media-Success7.jpg

Folgen Sie der 70-20-10 Regel

Bevor Sie viele neue Dinge ausprobieren, empfiehlt Talyor, eine kluge Herangehensweise. „Sie möchten, dass Ihr Publikum auch weiterhin die Inhalte bekommt, auf die sie ansprechen. Demnach sollten 70 % Ihrer Posts stilistisch dem entsprechen, was bisher funktioniert hat“, so Talyor. „Dann arbeiten Sie ungefähr 20 % an Inhalten zu neuen oder besonderen Angeboten ein und mit den restlichen 10 % können Sie sich an Neuem versuchen. Sie wissen schon, diese Joker-Posts.“ Auch, wenn diese Entscheidung offensichtlich und vernünftig erscheinen mag, so fallen Marken doch relativ leicht in gewohnte Muster zurück und posten ausschließlich werbliche Angebote. Die 70-20-10-Regel wird Ihnen dabei helfen, sich darauf zu konzentrieren, Ihre Posts in diesen Netzwerken abwechslungsreich zu gestalten.8-Ways-To-Build-Social-Media-Success6.jpg

Fallen Sie optisch auf

Die Social-Media-Strategie ist ein lebendes, atmendes Gebilde und als solches ist jeder Kontext anders. Es gibt keine wirklich allgemeingültige Herangehensweise und bei der Entscheidung für ein bestimmtes Bildmaterial müssen Sie Ihr Publikum mit einbeziehen. „Es gibt keine richtige Antwort, was zur Zeit aber gut funktioniert, sind kontrastreiche Bilder“, so Talyor. „Stellen Sie sich dunklen Hintergrund mit Farbtupfern im Vordergrund vor. Seltsamerweise können wir den Erfolg von Bildern beobachten, die nur ein halbes Gesicht zeigen (die andere Hälfte ist aus dem Bild geschnitten).“ Die meisten Social-Media-Seiten stehen auf weißem Hintergrund, demnach wird also ein dunkler Hintergrund oder ein eigenartig beschnittenes Profil eher die Aufmerksamkeit auf sich ziehen als ein zartes Bild. Das ist schon mal eine tolle Ausgangsposition, aber Talyor stellte eindeutig klar, dass Sie die Bilder testen müssen.8-Ways-To-Build-Social-Media-Success4.jpg

Gleichen Sie sich je nach Kontext optisch an

Es mag sich im Vergleich zum eben genannten Punkt nicht wirklich eingängig anhören, aber die optische Angleichung mit dem Kontext der Plattform kann Ihrer Anzeige tatsächlich auf die Sprünge helfen. Das macht durchaus Sinn, weil Sie instinktiv vermutlich wissen, dass Sie nicht so enthusiastisch auf ein Rabattangebot von einer beliebigen Marke reagieren würden wie auf ein wahnsinnig komisches Katzenvideo. „Banner-Blindheit“ ist ein im Marketing ziemlich bekanntes Konzept, bei dem Menschen unterbewusst eine Anzeige vollkommen ausblenden, sobald sie bemerken, dass es sich um eine Anzeige handelt.

„Ebenso, wie Sie auf Ihren Plattformen authentisch und sich selbst treu sein wollen, möchten Sie auch sicherstellen, dass sich Ihre Botschaft auf der Plattform natürlich anfühlt“, sagt er. Denken Sie einmal so darüber nach: Was sehen Sie in Ihrem Instagram Feed? Wie kann Ihre Marke jetzt ähnliche Inhalte anbieten und sich selbst dabei treu bleiben? Social Ads aus dieser Perspektive zu betrachten ist schon mal ein weitaus besserer Ausgangspunkt. „Sie möchten für Ihre Kunden einen Mehrwert bieten, anstatt sich diesen immer von ihnen zu holen“, sagt Talyor.

Konzentrieren Sie sich auf die Details

Bei Pattern89 dreht sich alles um das Auslesen von wahnsinnig speziellen Details zu jedem Post, was mit ihrem eigenen KI-gestütztem Algorithmus erfolgt. Das System kann seiner Aussage nach nahezu 3.000 verschiedene Dimensionen von Datenpunkten ausheben. Was aber, wenn Ihr Budget eine so feine Zusammenarbeit wie mit Pattern89 gar nicht zulässt? „Ich ermutige alle Marken, ihre Anzeigen selbst zu analysieren. Machen Sie sich eine Tasse Kaffee, suchen Sie die besten und schlechtesten fünf Anzeigen heraus und drucken Sie sie aus“, so Talyor. „Dann gehen Sie jede einzelne durch und schreiben Sie alles auf, was Ihnen auffällt. Ist da ein Mann auf dem Bild? Trägt er einen Bart? Wie viele Nomen wurden im Vergleich zu Verben in der Copy genutzt? Wenn Sie damit für alle Anzeigen durch sind, garantiere ich Ihnen, dass Sie zumindest ein paar umsetzbare Muster finden, die Sie berücksichtigen sollten.“8 Ways To Build Social Media Success_0001_GettyImages-1154043868.jpg

Treffen Sie umsetzbare Entscheidungen für Ihre Daten

In gewisser Weise ist die Datensammlung eigentlich auch schon alles, was ein KI-gestütztes Analysesystem macht – es spuckt absolut spezifische, absolut erschöpfende Informationen aus. Aber es kann Ihnen nichts zum „warum“ sagen. Genau hier kommen der menschliche Faktor und Ihre Kreativität ins Spiel. „Ein Algorithmus kann Ihnen alle Attribute aufführen. Was ein Mensch aber tun kann, ist all diese Attribute näher zu betrachten und eine fundierte Entscheidung im Hinblick auf die künstlerische Komponente zu treffen“, so Talyor. Von hier aus können Sie alle möglichen Tests und Experimente durchführen, aber Sie werden dies mit einem viel besseren Verständnis für die Qualitäten Ihrer Ads und Posts tun.8-Ways-To-Build-Social-Media-Success9.jpg

Seien Sie eine Nasenlänge voraus

Social Media ist, nun ja, eine soziale Angelegenheit. Und das heißt, dass es sich ständig verändert. Das gilt sowohl in subjektiver als auch in technischer Hinsicht, da auf Facebook kontinuierlich Änderungen vorgenommen werden, wie das System Anzeigen darstellt. Es kann auch sein, dass Sie nur ein sehr geringes Zeitfenster zum Testen haben, wenn Ihre Ads für ein bestimmtes Ereignis erstellt werden. „Black Friday ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass Marken geschickt agieren müssen. Es gibt schlichtweg keine Zeit zum Testen“, so Talyor. „Und auch wenn Sie getestet haben, dann ist der Vergleichszeitraum ein ganzes Jahr her, was an sich schon ganz andere Bedingungen mit sich bringt, da sich die Welt innerhalb von einem Jahr ziemlich verändert. KMUs müssen Ihren Erfolg an verkaufsstarken Tagen unbedingt maximieren.“

Versetzen Sie sich in die Lage des Kunden

Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihr Publikum, sehen Sie sich an, was sie posten und worauf sie reagieren und berücksichtigen Sie diese oben genannten „Erfolgsattribute“. Seien Sie sich selbst und Ihren Social-Media-Feeds gegenüber authentisch und versuchen Sie, Ihren Kunden so viel Mehrwert wie möglich zu bieten. „Am Ende des Tages zahlen Sie am meisten auf Ihre Social-Media-Präsenz ein, indem Sie mitreden“, sagt Talyor. „Hören Sie auf, sich selbst zu vermarkten und beginnen Sie damit, Werte zu verkaufen. Seien Sie geduldig, reden Sie mit und Sie werden mehr Erfolg haben.“

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