Grafiken oder Fotos? 5 Fragen, die Sie sich stellen sollten

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Bilder können darüber entscheiden, ob ein Projekt erfolgreich ist oder nicht. Wenn Sie das richtige Bild ausgewählt haben, können Sie Ihre Arbeit damit von der Masse abheben. Wenn nicht, kann es sein, dass die Botschaft verwischt oder – noch schlimmer – nur flüchtig wahrgenommen wird.

Wenn Sie sich statt Fotos für Grafiken entscheiden, können Sie die Aufmerksamkeit auf Ihre Projekte lenken, Themen festhalten, die Fotos alleine nicht abbilden können, und die Bedeutung von Text auf einer Seite oder Webseite verdeutlichen.

Bevor Sie sich aber für eine Grafik entscheiden, sollten Sie unbedingt Ihr Projekt aus ein paar zentralen Blickwinkeln betrachten. Wir haben uns dazu mit Jennifer McCormick ausgetauscht, Grafikdesignerin und iStock Illustratorin aus Ontario, und Cathy Cahill, Grafikdesignerin aus Boston, die im Bereich Hochschulbildung arbeitet, um zu verstehen, welche Fragen sie sich stellen, bevor sie an ein Projekt herangehen.

Macht es für die Marke Sinn?

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Ob eine Grafik für Ihr Projekt Sinn macht oder nicht, wird im Wesentlichen von der Marke abhängen. So trat vor kurzem eine Marke mit einer Anfrage an Jennifer McCormick heran, für ihre scharfe Sauce ein Etikett zu gestalten. Sie dachte sofort an Illustration. „Ich wollte die Sache spielerisch umsetzen. Und ich glaube, man kann mit einer Illustration einen verspielteren Look erzeugen.“

Häufig kontaktieren Kunden Jennifer McCormick, die eher einfachere Anfragen haben – egal, ob PowerPoint Präsentation oder Webseite – und wollen, dass sie dem Ganzen einen ansprechenderen Look verleiht. „Sie wollen ihre Marke mit einbeziehen und wissen nicht, wie sie das anstellen sollen“, sagt sie. „Ich sehe mir an, welchen Stil die Marke hat und wie sie sich anfühlt und schaue, wie ich die User Experience visuell verbessern kann.“ Manchmal bedeutet das, dass Icons zur besseren Orientierung eingesetzt werden, manchmal ist eine große, auffällige Illustration gefragt.

Auch, wenn eine Marke noch nie Grafiken eingesetzt hat, kann man darüber nachdenken, der Marke mit einer Grafik zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. „Nutzer surfen durch eine Menge visueller Inhalte. Was ist es, was sie innehalten lässt? Mit Farben und Stilisierung kann man Dinge und Themen sehr bewusst darstellen“, so Jennifer McCormick. „Das kann die Arbeit von vielen anderen Inhalten abheben.“

Wird es für das Publikum funktionieren?

327748_Newscred_Illustrations_Article_2.jpgEine Grafik kann zwar dazu beitragen, dass eine Marke auffällt, aber macht es auch Sinn, Zielgruppen und deren Erwartungen in die Überlegungen mit einzubeziehen. Cathy Cahill skizziert beispielhaft folgende Situation: Wenn Sie potenziellen Kunden Reiseziele vorschlagen möchten, wird das Publikum eher schöne Reisefotografien erwarten wird statt einer gezeichneten Palme.

„Illustrationen können weniger realistisch sein und verzeihen mehr“, sagt sie. Dabei stellt sie fest, dass Illustrationen gut für fantastische Elemente genutzt werden können wie fliegende Drachen, die man eben nicht in einem Bild rüberbringen kann. Sie merkt noch an, dass Buchtitel eine gute Inspirationsquelle für Illustrationen sind. „Liebesromane, fiktionale Werke für junge Erwachsene… Buchtitel werden für eine bestimmte Zielgruppe gestaltet.“

Für Cathy Cahill sind Grafiken wichtig, um Text zu unterteilen, sei es in einer Zeitschrift, einem Blog oder in jedem anderen textlastigen Projekt. „Sie helfen dabei, den Leser in eine Geschichte hineinzuziehen. Und sie sind wichtig, um dem Auge eine Auszeit von dem ganzen restlichen Text zu gewähren.“

Und genau so, wie eine auffällige Illustration die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich ziehen kann, so kann das falsche Bild dazu führen, dass sich Ihre Zielgruppe abwendet. „Menschen haben feine Antennen für Marketing“, so Jennifer McCormick. Sie betont, dass Zielgruppen sofort erkennen, wenn Bilder nur Menschen einer Rasse, einer Altersklasse oder eines Geschlechts zeigen. „Und sie haben keine Scheu davor, das zu benennen“, fügt sie hinzu. Grafiken ermöglichen es Unternehmen, dass sich ihre Zielgruppen als Teil der Markengeschichte verstehen und sie sich nicht ausgeschlossen fühlen. Gleichzeitig kann die Verwendung von Farbe, Linien und anderen Designelementen Stereotypen entgegenwirken.

Welche Verfallszeit hat mein Projekt?

Bestimmte Projekte wie Social-Media-Posts können eine kürzere Lebensdauer haben, während andere wie Blogposts sich oft als Dauerbrenner herausstellen. Und während Fotos und Grafiken mit der Zeit überholt wirken, verläuft dieser Prozess bei Grafiken häufig langsamer.

„Elemente wie Kleidung und Mobiltelefone können schon in Bildern aus dem Vorjahr überholt wirken“, so Jennifer McCormick. Aber in Anbetracht der Zeit, die man für die Erstellung von Grafiken benötigt, könnten diese für eher kurzfristig relevante Themen weniger geeignet sein.

McCormick stellt auch heraus, dass kulturelle Trends Einfluss auf Grafiken haben. So auch Formate wie Stranger Things, die die 80er Jahre aufleben lassen. Das kann für den Moment eine relevante Verbindung zu Ihrem Publikum herstellen, aber je nach Trend auch schnell wieder überholt sein.

Für bestimmte illustrative Elemente wie Icons gilt eine längere Lebensdauer, obwohl sie aufgrund sich ändernder Trends von Zeit zu Zeit eine Überholung gut vertragen. „Aktuell ist ein cleaner Stil mit einfachen Linien und ohne Farben angesagt“, so Jennifer McCormick.

Welche Gefühle möchte ich erzeugen?

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Je nach Thema kann eine Grafik eine stärkere Emotion oder eine abstraktere Idee besser vermitteln als ein Foto.

Jennifer McCormick, die früher für ein Versicherungsunternehmen arbeitete, erinnert sich daran, wie sie auf Fotos vertraute, weil sie damit das Gefühl von Sicherheit transportieren konnte. „Ich glaube, man findet einen Weg, wie man Sicherheit illustrativ darstellen kann, aber wir konnten mit Menschen eine viel emotionalere Bindung herstellen.“

Sie merkt aber auch an, dass Illustrationen für manche ernste Themen gut funktionieren wie psychische Gesundheit und Missbrauch. „Man kann Menschen würdig und respektvoll darstellen und gleichzeitig Themen aufzeigen ohne anstößig zu werden.“

Cathy Cahill stimmt ihr zu. „Sie müssen darüber nachdenken, wie Sie die Idee rüberbringen.“ In der Hochschulbildung, wenn es um die Gewinnung von Studenten geht, „müssen sie sich selbst auf dem Campus sehen. Aber wenn es um ein eher abstraktes Konzept geht wie Daten in einer Cloud, suchen wir nach einer Illustration.“

Cathy Cahill hat für das Alumni-Magazin der Einrichtung gearbeitet und dabei gezeigt, dass Illustrationen für anspruchsvolle Themen genauso gut funktionieren wie für unterhaltsame. „Es geht um die Frage, wie ich die zentrale Idee am besten transportieren kann.“

Welches Budget steht mir zur Verfügung?

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Als Illustratorin weiß Jennifer McCormick, dass sie die richtige Grafik für ihre Kunden gestalten kann. Sie weiß aber auch, dass nicht jeder Kunde das Budget für eine individuell erstellte Grafik hat. „Wenn man als Grafikdesigner gebucht wird, wird man nicht fürs Illustrieren oder Fotografieren bezahlt“, erklärt sie. „Um diesen Bedarf abzudecken, nutze ich Stockmaterial.“

Neben komplexen Grafiken, die für redaktionelle Zwecke erstellt werden, führt iStock auch Grafiken und Vektorbilder, die Designern helfen, Projekte schneller fertigzustellen. Dazu zählen editierbare Vorlagen und Frames für Instagram Stories, die das Erstellen von großen Mengen an Social-Media-Inhalten deutlich vereinfachen. Und mit einer Vielzahl an Stilrichtungen von Retro bis zu Skizzen finden auch Sie die passende Grafik für jede Marke – und jedes Budget.

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